Fensteranordnung – die beste Platzierung von Fenstern im Haus
BUDVAR, 9. August 2023, 3 Min. Lesezeit
Der Bedarf an Tageslicht ist je nach Raum unterschiedlich. Im Wohnzimmer ist viel Licht willkommen, im Schlafzimmer bevorzugen wir eher Beschattung und Kühle. Wie richtet man Fenster optimal nach den Himmelsrichtungen aus?

- Süden – große Verglasungen, Wärmegewinne steuern: selektive Verglasung mit niedrigem g‑Wert; Sonnenschutz: Außenrollläden (gern mit Sonnen-/Temperatursensoren) oder Fassadenjalousien.
- Norden – kleinere Fenster mit sehr guter Wärmedämmung.
- Osten – gute Lage für Schlafzimmer (Morgensonne), moderate Verglasungen.
- Westen – vorsichtig mit der Größe der Verglasungen; starke Aufheizung am Nachmittag – Sonnenschutz (Rollläden/Jalousien, idealerweise automatisiert).
Die Ausrichtung der Fenster nach Himmelsrichtungen beeinflusst den thermischen Komfort und die Heizkosten. Die Fensterfläche sollte 12–15% der Bodenfläche betragen.
Der Bedarf der Bewohner an Tageslicht variiert je nach Raumtyp. Ein Wohnzimmer profitiert von viel natürlichem Licht. Im Schlafzimmer setzen wir eher auf Beschattung, die Erholung fördert und an heißen Tagen für angenehme Kühle sorgt.
Der scheinbare Lauf der Sonne von Osten nach Westen bestimmt, aus welcher Richtung Licht einfällt – das ist entscheidend für die richtige Ausrichtung des Hauses. Wie ordnet man Fenster, um eine optimale Belichtung mit natürlichem Licht zu erreichen?

Sonniges Wohnzimmer durch Südfenster
Das Wohnzimmer ist der repräsentativste Teil des Hauses, in dem wir Gäste empfangen und uns entspannen. Hier ist Tageslicht besonders erwünscht. Die Sonne scheint am stärksten und längsten von Süden und Westen. Deshalb sollten Wohnzimmerfenster nach Süden, Westen oder Südwesten ausgerichtet sein, um einen hellen Raum zu erhalten. Das ist eine vorteilhafte Ausrichtung. Wenn es die Lage erlaubt, lässt sich der Raum durch Fenster, die Licht aus verschiedenen Richtungen hereinlassen, ganztägig mit Tageslicht versorgen.

Bei einer solchen Ausrichtung kann sich das Wohnzimmer im Sommer stark aufheizen. Dagegen helfen außenliegende Beschattungssysteme: Außenrollläden begrenzen den direkten Sonneneintrag wirksam. Vor Überhitzung schützt auch die richtige Verglasung, etwa mit niedrigem g‑Wert (selektiv), kombiniert mit niedrigem Uw (gesamtes Fenster) und sehr gut gedämmten Profilen (Uf) – zum Beispiel T-Energy oder T-Perfekt. Im Winter reduzieren solche Fenster zudem Wärmeverluste. Eine natürliche Verschattung bieten Laubbäume: Im Sommer halten ihre Kronen die Sonne ab, im Winter gelangt das Licht ungehindert ins Wohnzimmer.
In Häusern oder Wohnungen, in denen der Wohnbereich wenig Licht erhält, etwa bei Nordausrichtung, eignet sich das T-Classic Slim Fenster besonders gut – es lässt mehr Licht in den Innenraum als ein klassisches Fenster, dank schmalerer Ansichtsbreiten von Rahmen und Pfosten. Dieses Modell ist in vielen Farben erhältlich, darunter Dekorfolien mit Holzstruktur, sodass es sich leicht an jedes Interieur anpassen lässt.

Optimales Licht im Arbeitszimmer
Ein Arbeitszimmer platziert man am besten im östlichen oder nördlichen Teil des Hauses. Es muss nicht sehr sonnig sein – das schont die Augen, besonders bei längerer Bildschirmarbeit. Eine südliche oder westliche Ausrichtung kann blenden und die Temperatur stark erhöhen. Bei Ost- oder Nordausrichtung bleibt es kühler, was den thermischen Komfort fördert und konzentriertes Arbeiten unterstützt.

Fenster in der Küche und thermischer Komfort beim Kochen
In der Küche sollte direkte Sonneneinstrahlung begrenzt werden, da beim Kochen zusätzliche Wärme entsteht. Ideal sind Fenster nach Osten oder Norden – so bleibt der Raum angenehm kühl. Das Licht sollte die Arbeitsflächen gleichmäßig erreichen. Dafür genügen niedrige, breite Fensterbänder, die eine gute Ausleuchtung und einen stabilen thermischen Komfort sicherstellen.

Licht im Schlafzimmer
Für das Schlafzimmer ist eine östliche Ausrichtung besonders vorteilhaft. Bei gutem Wetter füllt Morgensonne den Raum mit angenehmem Licht, was positiv stimmt und Energie für den Tag gibt. Bei südlicher Ausrichtung liegt das Schlafzimmer morgens und abends eher im Schatten. Außerhalb des Morgens gibt es bei Ostfenstern weniger direkte Sonne – im Sommer ist das ein Plus: Das Zimmer kann bis zum Abend abkühlen, was dem Schlaf zugutekommt.

Fenster im Badezimmer – Nordausrichtung
Am wenigsten natürliches Licht gelangt über nach Norden ausgerichtete Fenster ins Haus. Die Nordseite sollte daher Räumen vorbehalten sein, die keine starke Sonneneinstrahlung benötigen – etwa Badezimmer sowie Hauswirtschaftsräume: Waschküche, Trockenraum, Heizungsraum, Speisekammer oder Garage.
Welche Fenster für welche Himmelsrichtung?
Auswahl des Fenstersystems je nach Ausrichtung:
- Südseite – große Festverglasungen in Kombination mit Öffnungsflügeln, selektive Verglasung zur Reduzierung der Aufheizung, Außenrollläden. Systeme: T-Classic Slim (mehr Licht), Ecofutural (Aluminium für großformatige Verglasungen).
- Nordseite – kleinere Fenster mit besten thermischen Eigenschaften. System T-Energy (Uw 0,57) minimiert Wärmeverluste auf der Seite ohne solare Gewinne.
- Ostseite – moderate Verglasungen, Morgensonne. T-Classic oder T-Comfort – universelle Systeme mit guten Eigenschaften.
- Westseite – Vorsicht bei der Größe der Verglasungen (intensive Nachmittagssonne). Außenrollläden oder Fassadenjalousien als Schutz vor Überhitzung.
Häufige Fragen
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